Literatur zum Thema (Männer-) Trauer und Trauerbewältigung sowie Erlebnisberichte
Schäfer, Klaus: Ein Stern, der nicht leuchten konnte - Das Buch für Eltern, deren Kind früh starb,Verlag Herder Freiburg, ISBN 3451055104
Manfred Beutel: Der frühe Verlust eines Kindes. Bewältigung und Hilfe bei Fehl-/ Totgeburt und Fehlbildung. 2. Auflage 2002, ISBN 3801714721
Müller-Commichau, Wolfgang &Schaefer, Roland: Wenn Männertrauern – Über den Umgang mit Abschied und Verlust, Matthias-Grünewald-Verlag,ISBN 378672251X
Canacakis, Jorgos: Ich sehe Deine Tränen / Trauern,Klagen, Leben können; Sachbuch; Kreuz Verlag, ISBN 3783121183
Broschüre "Männer und Trauer" - Persönliche Texte und fachliche Beiträge,Bestellung bei www.verwaiste-eltern.de
Joseph Groben: Requiem für ein Kind- Trauer und Trost berühmterEltern, Dittrich Verlag 2001, ISBN 3920862325
Fritsch, Julie: Unendlich ist der Schmerz, Kösel Verlag, ISBN3466343364
Fliege, Jürgen & Roth, Fritz: Lebendige Trauer – Dem Tod bewusst begegnen,Ehrenwirth, ISBN 343103554X
Kast, Verena: Trauern, Sachbuch; Kreuz Verlag, ISBN 3783121779
Nijs, Michaela: Trauern hat seine Zeit, Abschiedsrituale beim frühen Tod eines Kindes - Hilfen für die Integration, Hogrefe Verlag,Göttingen, ISBN 3801718085
Hannah Lothrop: Gute Hoffnung, jähes Ende. ISBN 3-46634-389-5
Alexandra Bosch (Hrsg.): Eigentlich unsere Kinder,
ISBN 3-00-015296-2
Pauls, Sanneck, Wiese: Rituale in der Trauer, Verlag Ellert & Richter,ISBN 3-8319-0110-4
Christine Fleck-Bohaumilitzky, Christian Fleck: Du hast kaum gelebt, Kreuz Verlag Stuttgart 2006
Auszug aus dem Buch von Joseph Groben - "Requiem für ein Kind": "Erst jetzt weiß ich, was ein wirkliches Unglück ist" schrieb Karl Marx 1855 nach dem Verlust seines einzigen Sohnes Edgar - einem Verlust, den er nie verwinden konnte. Über 50 Trauerfälle werden hier in biographischen Skizzen dokumentiert. In chronologischer Reihenfolge geht die Sammlung Marcus Tullius Cicero, der seine Tochter Tullia im Jahre 45 v. Chr. verlor und ihr einen Tempel errichten wollte, bis zu Stefan Andres, der den Verlust seiner siebenjährigen Tochter Mechthild in einem Gedichtzyklus und einem Roman betrauerte. Schriftsteller wie Dostojewski, Eichendorff, Goethe, Hugo, Lasker-Schüler und Storm stehen neben Musikern wie Berlioz, Haydn, Dvorak, Maler, Schumann und Smetana, neben Wissenschaftlern, Philosophen, Königen und Kaisern. Ihre Reaktion reicht von heftiger Revolte - Freud spricht nach dem Tod seiner Tochter Sophie von der "Ungeheuerlichkeit, dass Kinder vor den Eltern sterben" - über lebensgefährdende Erschütterungen - Hoffmannsthal starb beim Begräbnis seines Sohnes Franz - bis zu demütiger Unterwerfung unter das Schicksal: Ludwig XIV. nahm den jähen Tod seiner drei Thronfolger als verdiente Strafe Gottes hin. Die "Trauerarbeit" mündete bei vielen schöpferischen Menschen in bedeutende Leistungen: Rückert schrieb 446 "Kindertotenlieder", Käthe Kollwitz schuf ihr Hauptwerk "Die trauernden Eltern".